Speisewasserbehälter

Die folgende Abbildung zeigt das Modell eines Speisewasserbehälters (SpWB). Hierin sind folgende Stoffströme dargestellt:

  • Eintritt Kondensat (Deionat) in den SpWB
  • Eintritt Heizdampf in den SpWB
  • Austritt Speisewasser aus dem SpWB

Für eine einfache Berechnung kann der über Dach abgeleitete Brüdendampf vernachlässigt.

Mit der Massen- und Energiebilanz kann der Speisewasserbehälter gemäß der folgenden Formeln berechnet werden. Die dafür benötigten Daten stehen meist in der Leittechnik zur Verfügung.

Soll der Brüdendampf mit einberechnet werden, so ist die Menge des Brüdendampfes zu ermitteln. Gemessen wird dieser in den meisten Fällen aber nicht.

Da dieser meist über eine Blende oder ein eingedrosseltes Ventil gegen die Atmosphäre entspannt wird, kann ggf. über den kv-Wert des Ventils oder die Auslegung der Blende der Massenstrom ermittelt werden.

Gibt es eine Mengenmessung zum Heizdampf des Speisewasserbehälters, so kann mit diesem Modell die Menge an Brüdendampf rechnerisch ermittelt werden.

Bildet man dieses Modell bspw. in einem Tabellenkalkulationsprogramm ab, so kann man die Brüdendampfmenge m3 so anpassen, dass sich der gemessene Heizdampfmassenstrom einstellt. Danach sollte eine Prüfung mit der theoretisch benötigten Brüdendampfmenge erfolgen, um ggf. ein Einsparpotential zu erkennen.